Schulgeschichte
Die Klaus-Harms-Schule kann auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblicken. Dies ist keineswegs selbstverständlich. Denn die Gründung im Jahr 1923 fällt in das krisenreichste Jahr der Weimarer Republik. Deutschlands Wirtschaft lag in Scherben und der Staat war aufgrund der galoppierenden Inflation pleite. Vor diesem historischen Hintergrund und der Tatsache, dass im Vorfeld einige Schwierigkeiten und Widerstände zu überwinden waren, grenzt es fast an ein kleines Wunder, dass die Kappelner Stadtvertretung im März 1923 dann einstimmig beschloss, in Kappeln ein Gymnasium zu errichten, und zwar in der Kirchstraße 7, dort, wo sich heute das BBZ befindet.
Als die Räumlichkeiten in der Kirchstraße nicht mehr ausreichten, zog das Gymnasium 1979 in das neu errichtete Schulzentrum im Hüholz um und teilte sich dort die neuen Räumlichkeiten mit der Christophorus-Schule, einer Grund-und Hauptschule. Seit der Auflösung dieses Verbundes im Jahr 2012 ist im Hüholz nur noch das Gymnasium untergebracht. Aufgrund steigender Schülerzahlen wurde schon in den 90er Jahren ein Anbau für die Oberstufe notwendig, der 1998 bezogen werden konnte.
In den ersten Jahrzehnten seit ihrer Gründung war die Schule stark von den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen ihrer Zeit geprägt. Während der Zeit des Nationalsozialismus blieb auch die Klaus-Harms-Schule nicht von politischen Eingriffen verschont. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann dann ein Neuanfang: Neue pädagogische Ideen, demokratische Werte und ein wachsendes kulturelles Leben prägten die Schule zunehmend.
Seitdem wurde das Bildungsangebot kontinuierlich erweitert und modernisiert. Heute versteht sich die Klaus-Harms-Schule als moderne UNESCO-Projektschule, die neben einer fundierten Allgemeinbildung besonderen Wert auf internationale Begegnungen, Nachhaltigkeit, kulturelle Bildung und soziales Lernen legt.
Im Jahr 2023 feierte die Schule ihr 100-jähriges Jubiläum – ein besonderes Ereignis, das die enge Verbundenheit vieler Generationen von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften mit der Klaus-Harms-Schule eindrucksvoll zeigte.


