Biologie an der KHS

  • Wie funktioniert unser Bewegungssystem aus Skelett und Muskeln?
  • Wie schaffe ich es, mich gesund zu ernähren?
  • Was ist Stammzellentherapie und welche aktuellen Verfahren gibt es?
  • Wie kann Mikroplastik in die Arktis kommen und gibt es das Problem auch bei uns in der Ostsee?
  • Wie ist der Weg von den Genen bis zur Ausbildung von Körpermerkmalen?
  • Wieso wird die Leber als das „große Labor des menschlichen Körpers“ bezeichnet?
  • Was ist biologische Schädlingsbekämpfung?
  • Was geschieht beim Lernvorgang in unserem Gehirn?
  • Kenne ich die Ursachen, Folgen und ggf. Prävention bei Alzheimer, Multiple Sklerose, Down-Syndrom, Herzinfarkt, Malaria, Hepatitis, schwarzem/weißem Hautkrebs, Diabetes Typ 1/2, Borreliose, …….?
  • Wie sieht es mit der Nitrat-Belastung unseres Grundwassers aus?
  • Wieso finden in der Pubertät tiefgreifende körperliche Veränderungen sowie Verhaltens-, Interessen- und Gefühlsänderungen statt?
  • Welche Gründe hat das Bienensterben bei uns und wieso geht das auch mich an?

 

 

Dieses sind nur einige Beispiele wichtiger Fragen, die es im Rahmen unseres Biologie-Unterrichts umfassend und fundiert zu klären gilt.

Grundlage für die Inhalte, Anforderungen und Bedeutung des Faches Biologie sind die 

1.     Fachanforderungen Biologie – Allgemein bildende Schulen – Sekundarstufe I – Gymnasium und Sekundarstufe II, Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.) vom August 2016 sowie der 

2.     Leitfaden zu den Fachanforderungen Biologie - Allgemein bildende Schulen – Sekundarstufe I – Gymnasium und Sekundarstufe II, Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.) vom April 2017.

Hierin heißt es eingangs als Zielformulierung, dass „die Schülerinnen und Schüler durch die Auseinandersetzung mit Kernproblemen des soziokulturellen Lebens in die Lage versetzt werden sollen, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf andere Menschen, auf künftige Generationen, auf die Umwelt oder das Leben in anderen Kulturen auswirkt. …. Die Auseinandersetzung mit Kernproblemen richtet sich insbesondere auf ….. die Nachhaltigkeit der ökologischen, sozialen und ökono-mischen Entwicklung“ (Fachanforderungen, S. 8-9). Ferner ist es „Ziel des Unterrichts, naturwissenschaftliche Phänomene, die Sprache und die Historie der Naturwissenschaften zu verstehen, ihre Ergebnisse zu kommunizieren und sich mit den spezifischen Methoden der Erkenntnisgewinnung und deren Grenzen auseinanderzusetzten“ (Fachanforderungen, S.12). Und schließlich sollen „biologische Denk- und Arbeitsweisen erlernt und vertieft, naturwissenschaftliche Repräsentationsformen vermittelt sowie Werte und Vorgehensweisen der sachlich begründeten Meinungsbildung vermittelt werden“ (Fachanforderungen, S.13). In der Tabelle II 1.4 auf Seite 14 sind die Kompetenzen in einer Übersicht zusammengestellt:

Für die Sekundarstufe II heißt es speziell, dass „das Fach Biologie für die gesellschaftliche Diskussion über nachhaltige Entwicklung durch die Vermittlung ökologischer Zusammenhänge zentrale Impulse liefert“ und „Erkenntnisse in Bereichen der molekularen Biologie zu neuen Verfahren in der medizinischen Diagnostik und Therapie und zu neuen biotechnischen Verfahren führen“ (Fachanforderungen, S.37).

Diese Leitideen und die in den Fachanforderungen und dem Leitfaden außerdem vorgegebenen inhaltsbezogenen Kompetenzen wurden von der Fachschaft Biologie in ein Schulinternes Fachcurriculum des Klaus-Harm-Schule (Beschluss: 29.5.2017) eingearbeitet, dessen Themen nachstehend aufgeführt sind:

Orientierungsstufe

1. Kennzeichen des Lebens

2. Tiere in der Obhut des Menschen: Heimtier– Haustier – Nutztier

3. Säugetiere in unserer Umwelt

4. Der Körper des Menschen und seine Gesunderhaltung – Körperhaltung und Bewegung

5. Der Körper des Menschen und seine Gesunderhaltung – Ernährung und Verdauung

6. Blütenpflanzen - Vielfalt und Bedeutung für Mensch und Tier

7. Der Körper des Menschen und seine Gesunderhaltung – Atmung und Blutkreislauf

8. Sexualität des Menschen

9. Wirbeltiere – Vielfalt und Bedeutung in unserer Umwelt

Klassenstufe 7

1. Zelle als Grundbaustein lebender Organismen

2. Wirbellose Tiere – Vielfalt, Bedeutung und Anpassung an den Lebensraum

3. Lebensräume und Lebensgemeinschaften

4. Parasitismus und Symbiose

Klassenstufe 8

1. Richtige Ernährung – eine Voraussetzung für die Gesundheit

2. Sexualität des Menschen II

3. Sinnesorgane und Gehirn erschließen dem Menschen die Umwelt

Klassenstufe 9

1. Aspekte der Humangenetik

2. Evolution: die Entwicklung der Vielfalt – Faktoren der Menschwerdung

3. Schutz vor Krankheiten durch körpereigene Abwehr

E-Phase: Zytologie und Physiologie unter Berücksichtigung von evolutionsbiologischen und ökologischen Gesichtspunkten

1. Evolution der Zelle: Bau von Zellen und evolutive Entwicklung

2. Molekulare und stoffwechselphysiologische Grundlagen der Zelle unter Berücksichtigung von evolutiven und ökologischen Gesichtspunkten

Q-Phase (Q 1.1): Ökologie

1. Abhängigkeit der Lebewesen von abiotischen und biotischen Faktoren

2. Eigenschaften natürlicher Populationen

3. Ökosysteme und deren Veränderung durch den Menschen

Q-Phase (Q 1.2): Genetik

1. Umweltbedingungen haben Einfluss auf das Auftreten asexueller und sexueller Fortpflanzung

2. Partnerwahl basiert auf genetischer Disposition (Fakultativ)

3. DNA ist von grundlegender Bedeutung für die Steuerung von Vorgängen in Zellen

4. Die Weitergabe von Merkmalen lässt sich mit Hilfe von Stammbäumen analysieren

5. Variabilität gibt es auf molekularer und zellulärer Ebene sowie auf der Ebene von Organen und Organismen

6. Der Mensch beeinflusst mit technischen Verfahren seine Reproduktionsfähigkeit und seine Gesundheit

7. Der Mensch ist in der Lage durch gentechnische Verfahren Lebewesen gezielt zu verändern.

Q-Phase (Q 2.1): Evolution

1. Die synthetische Evolutionstheorie betrachtet im historischen Kontext

2. Der Verwandtschaftsgrad kann auf molekularer und auf morphologischer Ebene ermittelt werden.

3. Evolutionsfaktoren beeinflussen die Variabilität des Genpools einer Population.

4. Die Entstehung von Arten beruht auf der Isolation von Teilpopulationen.

5. Der heutige Mensch ist das Ergebnis eines Evolutionsprozesses.

Q-Phase (Q 2.2): Neurobiologie und Verhalten

1. Zellen des Nervensystems steuern Individuen und können die Leistungsfähigkeit des Gehirns beeinflussen

2. Kommunikationsprozesse finden nicht nur zwischen Organismen, sondern auch auf molekularer und zellulärer Ebene statt und können beeinflusst werden

3. Eine beschränkte Energiemenge kann in einem Organismus zu proximaten und ultimaten Verhalten führen

4. Hochentwickelte Kommunikationssysteme dienen in Sozialverbänden der Verständigung

An der Klaus-Harms-Schule findet der Biologie-Unterricht ausschließlich in vier, mit vielfältigen Medien speziell ausgestatteten Fachräumen statt. Daran direkt angrenzend befinden sich die Sammlungsräume mit umfangreichen Materialien und neuesten technischen Gerätschaften für die Visualisierung, für Untersuchungen oder Experimente.

Ergänzt wird der Biologie-Unterricht unserer Schule durch das Lernen am anderen Ort; Möglichkeiten hierfür bieten beispielsweise bereits der Wald, der See oder die Schlei vor Ort sowie Exkursionen zur nahe gelegenen Geltinger Birk, zur Universität nach Kiel (z.B. Darwintage) oder zum Schülerlabor der Universität Flensburg.

Kappeln, im Februar 2018                                                                                  

E. Christesen

(Fachschaftsvorsitzende)