Das Fach Geschichte an der Klaus-Harms-Schule

„Der Geschichtsunterricht vermittelt die Fähigkeit und die Bereitschaft, sich mit den geschichtlichen Elementen, Strukturen und Abläufen auseinanderzusetzen, die für die Orientierung in der heutigen Gesellschaft von Bedeutung sind und trägt so zur Identitätsbildung bei.“[1]

 

Aus dem gewählten Eingangszitat aus den Fachanforderungen für das Fach Geschichte, die seit 2016 in Schleswig-Holstein gültig sind, geht schon hervor, dass es im Geschichtsunterricht heutzutage um mehr geht, als nur Zahlen und Fakten zu vermitteln. Die Zeiten, in denen man die wichtigsten Schlachten der Einigungskriege herunterbeten musste, sind vorbei.

Im Geschichtsunterricht geht es nun in erster Linie darum, den Schülerinnen und Schülern Kompetenzen zu vermitteln, die ihnen helfen, sich in einer immer komplexer und oft auch komplizierter werdenden Welt zu orientieren. Die Fachanforderungen gehen daher im weiteren Verlauf von folgenden didaktischen Prinzipien aus, die besonders zu beachten sind: „Problemorientierung, Multiperspektivität, Kontroversität, Pluralität und Interkulturalität […] sowie Handlungsorientierung.“[2]

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass das konkrete historische Ereignis keine Rolle mehr spielt, aber es wird eher zu einer Art von Instrument, mit dessen Hilfe die Schülerinnen und Schüler „Orientierung in der individuellen und sozialen Lebenspraxis mit Blick auf Gegenwart und Zukunft“[3] gewinnen sollen.

Zu theoretisch? Nun, auf den Punkt gebracht heißt das nichts anderes als das, was in der Auseinandersetzung mit Geschichte wohl schon immer der entscheidende Aspekt war: Lerne aus den Fehlern und Leistungen deiner Vorfahren und mache die Welt dadurch in Zukunft ein Stück besser. Diesem Leitsatz fühlen wir uns als Geschichtsfachschaft an der Klaus-Harms-Schule verpflichtet. Und diesen Leitsatz wollen wir in unserer täglichen unterrichtlichen Praxis mit Leben füllen.


[1]Fachanforderungen Geschichte für die Sekundarstufen I und II an allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein, hrsg. vom Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein, Kiel 2016, S. 12.

[2] Ebenda, S. 13.

[3] Ebenda, S. 15.