Global Citizen 2030 - Bundesfachtagung der UNESCO-Projektschulen und Sommerkonferenz des UNESCO Baltic Sea Projects

Damp 18. - 21. September 2018

Es ist 23 Uhr. Die beiden Schülerinnen aus dem E-Jahrgang, Lea und Lea-Kim räumen das Conference Office auf. Eben noch hatten sie einer schwedischen Teilnehmerin der internationalen UNESCO - Konferenz bei einer Frage nach einem Workshop weiterhelfen können. Nun aber ist ihre Schicht zu Ende.

Die beiden Mädchen sowie 17 weitere Schüler und Schülerinnen aus der Oberstufe der Klaus-Harms-Schule managen das Tagungsbüro ganz selbstständig, helfen den fast 300 teilnehmenden Schülern und Lehrkräften aus den Ostseeanrainerstaaten und Gästen aus Neuseeland, Japan, Südkorea und Indonesien bei Fragen zur Tagung, der Unterbringung oder der nächsten Einkaufsmöglichkeit, checken Teilnehmerlisten oder leihen Stifte, Beamer oder Laptop an Workshopleiter aus.

Seit 2016 haben die Schüler und Schülerinnen nicht nur sich auf die Konferenz vorbereitet, sondern die Veranstaltung von Beginn an mit geplant. Dazu haben sich über 60 Schüler/-innen und Lehrkräfte aus Schleswig- Holsteins UNESCO-Projektschulen regelmäßig für mehrere Tage getroffen, um aus einer großen Idee eine große Veranstaltung werden zu lassen. Auf Augenhöhe mit ihren Lehrern und Lehrerinnen haben sie geplant und organisiert. So gibt es auf der Tagung neben dem Conference Office u.a. ein Media-Team, eine Gruppe, die den Internationalen Abend vorbereitet hat und ein Team, dass ein großes Camp für alle Helferinnen und Helfer der Tagung auf dem Campingplatz Dorotheenthal aufgebaut hat.

Inhaltlich geht es um die Frage, wie Bildung zum Verständnis globaler Probleme beitragen kann. Dazu werden 13 Workshops und 10 Exkursionen angeboten, in denen Nachhaltigkeitsthemen unter dem Tagungsmotto „Global Citizen 2030“ erarbeitet werden. Auch hier geht es um aktive Partizipation, gibt es doch neben erwachsenen Workshop- und Exkursionsleitern auch fast immer Schüler/-innen als Co-Leiter. Dass Englisch auf der internationalen Konferenz Tagungssprache ist, gerät zu einer selbstverständlichen Nebensache.

Das gilt auch für den „Intercultural Evening“ am letzten Abend, der besonders von vielen Jugendlichen als Höhepunkt gesehen wird. Jede teilnehmende Nation hat etwas vorbereitet: einen Tanz, ein Quiz, einen Film oder ein Lied, in dem Landestypisches dargestellt oder in Form von besonderen Naschereien angeboten wird. In kleinen Pausen und beim Tanzen nach Ende des offiziellen Programms gibt es Möglichkeiten, über das Erlebte zu sprechen, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen.

Unsere Schülerinnen und Schüler sind an den Herausforderungen dieser einzigartigen Tagung gewachsen, galt es doch eine ganz neue Selbstständigkeit zu erproben und sich als „Global Citizen“ einer bisher noch nicht erlebten Internationalität zu öffnen.

Susanne Dreyer